Marken-Glossar  
 
 
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Image: Das Image ist eine charakterisierende Größe, auf der die Einstellung fußt, und die alle Einstellungen, Kenntnisse und Erfahrungen sowie Gefühle umfasst, die ein Individuum mit einer Marke verbindet. Das Image [Fremdbild] ist das, in eine Anspruchsgruppe der Marke projizierte und von derselben subjektiv wahrgenommene Selbstbild [Identität].
 
Imagery: Visuelle Vorstellung des Individuums von einer Marke werden durch innere Bilder in Form von Wahrnehmungsbilder [reale Gegenstände] oder Gedächtnisbildern [äußere Reize und damit verbundene Assoziationen] gespeichert. Im Zuge der Imagerymessung wird erhoben wie klar und wie lebendig das innere Bild einer Marke beim Individuum ist.
 
Imagetransfer: Imagetransfer bezeichnet die Übertragung eines bereits etablierten Images einer Marke auf eine andere durch Verwendung desselben Markennamens. Das neue Produkt profitiert von der Bekanntheit und den positiven Ausstrahlungseffekten der bereits gut eingeführten Marke.

Der Imagetransfer wird sowohl für Markenerweiterungen als auch für die Markenlizensierung verwendet. Vorraussetzung für einen erfolgreichen Imagetransfer sind eine möglichst ähnliche Zielgruppe, ein sachlicher Zusammenhang zwischen den Produkten und ein ähnliches Imageprofil von Stammarke und Transfermarke.
 
Impulsive
Markenwahl
:
Bezeichnet den Typ der Markenwahl, bei dem [a] keine Marken im Accepted-Set vorhanden sind, [b] das Involvement hoch ist, [c] die Präferenzbildung durch emotionale Stimuli erfolgt, [d] der Informationsbedarf sehr gering ist und [d] die Markenwahl schnell vor sich geht. [Vgl. alternativ: extensive Markenwahl, limitierte Markenwahl, habitualisierte Markenwahl]
 
Indirekte
Markenerweiterung
:
Bei der indirekten Markenerweiterung wird die etablierte Stammmarke [Masterbrand] entweder vertikal um eine neue Markenbezeichnung, wie z.B. Hugo von Boss oder horizontal um eine zweite Marke [Vgl. Co-Branding] ergänzt. Der Zusatz der Stammmarke wertet die neue Marke auf und kann gleichzeitig einzelne Imagebestandteile stärker betonen. [Vgl. alternativ: direkte Markenerweiterung]
 
Individual Branding: Separate Weiterführung aller Marken bei Unternehmensfusionen oder -übernahmen. [Vgl. hierzu: Markenintegration]
 
Individualmarke: Bezeichnet einen Markentyp der Handelsmarkenstrategie. Vergleichbar mit der Einzelmarke bei Herstellermarken wird für ein einzelnes Produkt eine Individualmarke geschaffen und geführt.
 
Inept-Set: Vgl. Rejected-Set
 
Inert-Set: Vgl. Foggy-Set
 
Infomercial: Meint die Verschmelzung von Information und Commercial: Es handelt sich hierbei um einen längere andauernden Werbespots, der ein Unternehmen oder eine Marke hauptsächlich auf informative Weise präsentiert. Gerade bei „heiklen“ Produkten [z.B. Finanzen, Pharmaprodukte] soll der Kunde von der Vertrauens- und Glaubwürdigkeit des Produkts mit sachlicher Information überzeugt werden.
 
Informations-
überlastung
:
Bezeichnet das Ergebnis aus der Zunahme der Informationsmasse bei gleichbleibender Fähigkeit der Menschen, diese zu verarbeiten. Das Resultat hiervon ist, das in der Werbung nur noch 2 % der dargebotenen Informationen wirklich wahrgenommen werden.
 
Ingredient Branding: Ingredient Branding ist eine Sonderform des Brand Bundling. Ein wesentlicher Bestandteil bzw. Inhaltsstoff eines Produkts wird als Marke geführt und dem Kunden kommuniziert, wie zum Beispiel Tetra Pak für Getränkeverpackungen, Shimano für Fahrradschaltungen und Bremsen oder Nutra Sweet als Süßstoff für Getränke. Diese treten mit der Endmarke auf.
 
Innere Bilder: Vgl. Imagery
 
Integrierte
Kommunikation
:
Integrierte Kommunikation ist die zeitliche, inhaltliche und formale Abstimmung aller Maßnahmen der Marktkommunikation, um ein einheitliches Markenimage zu erzeugen und zu verstärken. Dabei können Synergie-Effekte zwischen den einzelnen Werbeträgern bzw. Kommunikationsmitteln hinsichtlich ihrer Wirkung entstehen.
 
Internetmarke: Marke, die im Gegensatz zu klassischen Marken nur in der virtuellen Welt des Internet existiert.
 
Intervalskala: Skala, bei der die Abstände zwischen den Untersuchungsobjekten zugeordneten Zahlenwerten auch jenen zwischen den Ausprägungen des erhobenen Merkmals (z.B. Intelligenzquotient, Kalenderzeit) entsprechen. Da der Nullpunkt der Intervallskala nicht eindeutig vorgegeben ist, sondern vom Forscher oft willkürlich festgelegt wird (z.B. bei Testskalen), dürfen Messwertverhältnisse nicht empirisch gedeutet werden. Z.B. bedeutet ein doppelt so hoher Intelligenzquotient nicht eine doppelt so hohe Intelligenz (Vgl. hierzu: Nominalskala, Ordinalskala, Verhältnisskala)
 
Involvement: Involvement kennzeichnet das Engagement, mit dem sich Konsumenten einem Angebot zuwenden. Der Grad des Involvements einer Person beeinflusst Prozesse wie Lernen, Informationssuche und Entscheiden. Ein hohes Involvement zeichnet sich durch eine intensive innere Erregung aus, die aktives Verhalten wie Informationssuche stimuliert.

Niedriges Involvement ist dagegen durch passives, uninteressiertes Verhalten gekennzeichnet. Man unterscheidet zwischen Personenorientierten Einflussfaktoren, wie die Persönlichkeit, die Werte und die Einstellungen einer Person, situativen, d.h. die jeweilige Umwelt- und psychische Situation, und produktspezifischen Faktoren, wie Produkteigenschaften und wahrgenommenes Risiko.
 
Irradiation: Irradiation ist ein Ausstrahlungseffekt, bei dem eine Eigenschaft eines Produkts, zum Beispiel die Farbe eines Getränks, die Wahrnehmung einer anderen Eigenschaft beeinflusst [z.B. werden bitter schmeckende Arzneimittel rot gefärbt, um Süße zu suggerieren]